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Aegidienhof Luebeck vor Haus 10

Aegidienhof in Lübeck

Der Aegidienhof in Lübeck ist eines der größten sozialen Wohnprojekte in Schleswig-Holstein. Das Projekt versucht Jung und Alt, Menschen ohne und mit Behinderungen, Alleinstehende und Familien, Wohnen und Arbeiten einander nicht zu entfremden, sondern in einer neuen urbanen Mischung zusammenzuführen.

Bürgerinnen und Bürger aus Lübeck und Umgebung haben sich Ende 1999 ohne Einschaltung eines Großinvestors zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen, um ein Stück Lübecker Altstadt zu erhalten und wieder zum Leben zu erwecken. Durch Ankauf und behutsame Sanierung des bau- und kulturgeschichtlich bedeutenden Komplexes um den Aegidienhof wurde aus dem Sozialamt (bis 1997) ein Projekt geschaffen, in dem wieder Menschen wohnen und ihren Arbeitsplatz finden können.

Geschichte Bearbeiten

Aegidenhof Luebeck mit Kirche

Aegidienhof in Lübeck mit Aegidienkirche im Hintergrund

  • 1227 Bau der Aegidienkirche.
  • 1270 Stiftung des Beginenkonvents.
  • 1288 Erste urkundliche Erwähnung des heutigen Grundstücks (Aegidienstraße 5, heute Haus 2).
  • 1297 Bau des Aegidius-Konvents (St.-Annen-Straße 3).
  • 1301 Einzug der Beginen in den Aegidius-Konvent. Später folgen die „Wollschwestern“ des Michaelis-Stiftes im Vorläufer des Hauses St.-Annen-Straße 5.
  • 1450 Bau des Michaelishus (St.-Annen-Straße 5). Stiftung einer neuen Ordnung für die „Wollschwestern“ des Michaelis-Stiftes im Vorläufer dieses Hauses.
  • 1556/57 Haus in der St.-Annen-Straße 5 (bis dahin Michaelis-/Segeberg-Konvent) nimmt Waisenkinder auf. Haus in der Weberstraße 1-1b als neues Waisenhaus errichtet.
  • 1810 Umzug der Waisenkinder zur Parade (Domhof).
  • 1845/46 Gesamtkonzeption der Einrichtung für Arme und Obdachlose: Amt für Anstalten und Werkstätten.
  • 1847 Auflösung des alten Aegidien-/Beginenkonventes. Gründung eines freiwilligen Arbeitshauses.
  • 1890 Neubau des freiwilligen Arbeitshauses an der Stavenstraße im Stil der Gründerzeit nach Abriss größerer Teile des ehemaligen Aegidien-/Beginen-Konventes.
  • 1950 Umbau und Nutzung des Areals als Sozialamt.
  • 1998 Auszug des Sozialamtes, Entwicklung des Projektes für neues Wohnen und Arbeiten im Aegidienhof.
  • 1999/2000 Sanierung und Modernisierung des Areals.
  • Ab 2000 Die ersten neuen Bewohner ziehen im Aegidienhof ein.

Weblinks Bearbeiten


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Aegidienhof_Lübeck“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 7. Februar 2007 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.