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Wohnprojekt

Aus Wohnprojekte-Wiki

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Ein Wohnprojekt ist eine gemeinschaftlich organisierte Wohnform, wie sie etwa seit den 1980er Jahren vielerorts aufkommt und als Antwort auf die Alterung der Gesellschaft, auf die Knappheit bezahlbaren Wohnraums und auf die zunehmende Vereinzelung der Menschen gesehen werden kann. Als Wohnprojekte verstehen sich Wohn- und Baugemeinschaften, die ein Haus oder mehrere gemeinsam entwickeln, bewohnen und verwalten.

Ihre Wurzeln haben viele Wohnprojekte bei den Hausbesetzungen, in emanzipatorischen Bewegungen wie der Lesbenszene und im politisch linken oder alternativen Spektrum. Anders als bei der klassischen Studierenden-WG oder manchen Eigentümergemeinschaften gibt es eine große Bandbreite an Formen des Zusammenlebens, entsprechend den gewandelten Bedürfnissen jenseits der Alleinverdiener-Kleinfamilie.

Verbreitet sind Selbstverwaltung und basisdemokratische Arbeitsweisen; die Spekulation mit Wohneigentum als Kapitalanlage wird in der Regel abgelehnt. So kommen nicht-kommerzielle Beteiligungsformen und genossenschaftliche Strukturen den Idealen vieler Wohnprojekt-Aktiven weitaus näher als Erwerbermodelle. Häufiger als der Neubau ist die Ressourcen schonende Umwandlung von Kasernen oder Fabrikgebäuden und anderer Altbauten, deren Abriss oder Verfall droht. Charakteristisch für Wohnprojekte sind auch organisierte Gruppenselbsthilfe als Eigenkapitalersatz und verschiedene Formen des Mehrgenerationenwohnens für selbstbestimmtes Leben im Alter. Die Grenzen zum reinen Marketing-Namen sind fließend; so werden auch neue Immobilienobjekte mitunter verkaufsfördernd als Wohnprojekt angeboten, wenn sie in irgendeiner Weise generationenübergreifend konzipiert sind.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Projekte in Deutschland

In Deutschland gibt es viele dem Ansatz nach „alternative“ Wohnprojekte, z.B. die Schellingstraße in Tübingen, die MiKa in Karlsruhe, SUSI und Grether in Freiburg im Breisgau, den Aegidienhof in Lübeck, Wohnsinn in Darmstadt, Frankfurt House und die Preungesheimer Ameisen in Frankfurt, Wagnis in München, die ehemalige Yorck59 in Berlin oder die Hafenstraße in Hamburg, um nur einige zu nennen. Hamburg ist mit über 120 Wohnprojekten eine Hochburg. Vor allem genossenschaftlich organisierte Wohngruppen bestimmen das dortige Bild.

Kommunale Förderprogramme in einigen Bundesländern unterstützen neue private und genossenschaftlich organisierte Wohnstrukturen und kommen damit einer steigenden Nachfrage entgegen.

[bearbeiten] Internationale Wohnprojekte

Internationale Wohnprojekte können auf Wohnprojekte.Wikia.com ausgeschrieben, organisiert und projektiert werden.

Alternative oder themenbezogene Wohnprojekte gibt es zu Hauf, wie z.B. Lichtraum, ein Projekt das die jüngere mit der älteren Generation wohnen lässt oder ZAK, die Zweitwohnung als Kommune, in der das nicht permanente Zusammenwohnen projektiert wurde.

Siehe auch: Wohnprojekte, Bestehende Wohnprojekte, Geplante Wohnprojekte, Gesuchte Wohnprojekte, Wohnprojekte in Deutschland.

[bearbeiten] Siehe auch

Autofreies Wohnen, Bauwagenplatz, Beginenhof, Mietshäuser Syndikat, Wohnprojekte.Wikia.Com

[bearbeiten] Literatur

  • Walberg, Dietmar: Leitfaden für Gruppenwohnprojekte und innovative Wohnkonzepte; Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein / Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.(Hrsg.); Kiel, 2002 (ISSN 0935 – 4042)
  • Janitzki, Axel; Burkart, Walter (Hrsg.): Alternativen zu Mietwohnung und Eigenheim - gemeinsam finanzieren, selbst verwalten. Stuttgart: Verl. Freies Geistesleben, 1992
  • STATTBAU HAMBURG (Hrsg.): Wohnprojekte, Baugemeinschaften, Soziale Stadtentwicklung : das Stattbau-Buch. Hamburg 2002, ISBN 3-9808222-0-6, Eigenverlag über STATTBAU HAMBURG, Neuer Kamp 25, 20359 Hamburg
  • Fedrowitz, Micha; Gailing, Ludger: Zusammen wohnen. Dortmunder Beiträge zur Raumplanung, Bd. 112, Dortmund, 2003, ISBN 3-88211-141-0

[bearbeiten] Weblinks


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Wohnprojekt“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 6. März 2007 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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